[..] Jedes Mal, wenn wir in Zorn geraten, werden wir besser darin zornig zu sein. Jedes Mal, wenn wir ängstlich sind, werden wir besser darin angstvoll zu sein. Übung macht wirklich den Meister. – Jon Kabat-Zinn aus „108 Momente der Achtsamkeit“

Bilder stehen als Zeichen für die Welt, in der ein Mensch lebt. Wenn sich die Bilder verändern, verändert sich auch der eigene Platz in der Welt.
Prof. Sigrid Völker, Professorin für Kunsttherapie

Portrait of a woman with covered eyes in rays of light. Technique mixed light

Blinde Flecken

Diese Gräben zwischen den polaren Gegensätzen spalten die Menschen jedes Mal. Dispathie in jedem Einzelfall. Könnten wir vor der gegenseitigen Anschreierei bitte erst einmal die Gräben explizit benennen, um die es geht? Und dann sehen, dass es eigentlich wieder nur um die Gräben geht, nicht um die Einzelfallbetrachtung an sich? Dann wäre klarer, dass wir viel weniger aufgebrachte Dispute brauchen, sondern Brücken. Viele Brücken.

Quelle

 

Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin,
neue Landschaften zu suchen, sondern mit anderen Augen zu sehen“
Marcel Proust, Schriftsteller (1871 – 1922)

Ein Bund trägt ja doch nicht den Stempel der vollsten herdenartigen Gleichheit seiner Glieder. Im Gegenteil: Je verschiedener die einzelnen Bestandteile sind, desto volltönender und reicher wird der Erfolg ihres Zusammenklingens sein, wenn sie nur alle auf einen Grundton gestimmt sind. – Man darf Bund nicht mit Schule verwechseln. Während das Bestreben der Letzteren ist, durch gewisse starre Normen die Bahn des Schaffenden zu engen, ermöglicht der Bund jedem, seiner Eigenart gemäß, aus sich herauszutreten, unbekümmert um kleinliche Interessen und Vorteile.Rainer Maria Rilke