Semmelknödel für Nichtbajuvaren

Gulasch mit Nudeln mag ich nicht so gerne, mit Kartoffelpü auch nicht und mit Reis schon gar nicht. Ich mag’s am liebsten mit Knödel und da mir die Kunst der Knödelkreationen nicht in die Wiege gelegt wurde, bin ich erst so nach und nach drauf gekommen statt Fertigfix es doch einmal selbst zu probieren. Und mittlerweile bin ich schon ganz – na, sagen wir, ganz gut.

Zutaten für 6 große Knödel

  • 6 altbackene Brötchen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 P TK Petersilie
  • 250 ml Milch
  • 2 Eier
  • 3-4 El Mehl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Die Brötchen können ruhig 2-3 Tage alt sein. Je nachdem wie trocken sie sind, muss man jedoch bei der Milch etwas aufpassen. Sehr trockene Brötchen saugen natürlich etwas mehr, als welche vom Vortag. Die ganzen 6 Brötchen in kleine Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben. Die Milch aufkochen und noch heiß in einem dünnen und langsamen Strahl über die Würfel gießen. Etwas warten und dann mit den Händen durchmengen. 2 Eier und die fein gehackten Zwiebeln dazu dazu geben und wer ganz sicher gehen will, dass die Knödel nicht auseinanderfallen, verwendet noch etwas Mehl. Den Teig mit Salz, Pfeffer und 2-3 Messerspitzen Muskat abschmecken, noch einmal gut durchkneten und dann 20-30 Minuten ruhen lassen.

Salzwasser sprudelnd aufkochen, dann die Temperatur runternehmen. Wenn das Wasser zwar kochend heiß aber nicht mehr sprudelnd ist, die Knödel hineingeben und ca. 20 Minuten simmernd ziehen lassen.
Fertig.

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Ursula,

    das mit der Pute war – wie vermutet – nicht so der Bringer. Man muss wahrscheinlich wirklich Hähnchen nehmen, aber da habe ich doch wieder mein Hähnchen-Problem. Ich kannes kochen ODER essen, aber nicht beides ;-))

    LG Jutta

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  2. Ich nehme mal an. dass im Supermarkt der edelsüße Paprika angeboten wird. Der scharfe heißt Rosenpaprika. Ein guter Feinkost- oder Bioladen könnte den vielleicht führen.

    Hoffentlich wird das was mit der Pute 😉 … Wir nehmen normalerweise Hähnchenschlegel, schön weich gekocht, dass sie fast vom Knochen fallen – die haben schon ein anderes Aroma, und nicht zuletzt gehört auch die Haut dazu!

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  3. Habe Putenfleisch für morgen besorgt – ich hoffe es geht auch mit Pute – und dann werde ich testen. Allerdings: das mit dem Paprika ist so eine Sache. Wahrscheinlich habe ich immer den falschen gekauft, ich schmeck nämlich nie den Unterschied zwischen süßem und scharfen … also zumindest mal nicht richtig. Werde mich mal im Netz umschauen, wo man wohl richtig gutes Paparikagewürz bestellen kann. Das vom Gewürzregal aus’m Supi scheint mir nicht das Richtig zu sein.

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  4. Spätzle – selbst gemacht, na klar! Das hatte ich jetzt mal vorausgesetzt ;-).

    Paprikahähnchen ist im Grunde eine sehr simple Sache:

    Zwiebeln würfeln, in etwas Schweineschmalz, ersatzweise Öl, andünsten. Paprika einrühren und kurz mitdünsten. Salzen. Hähnchenteile dazugeben, wenig Wasser dazu. Köcheln, bis die Hähnchenteile gar sind. Die Soße mit ein wenig Mehl andicken und mit saurer Sahne bzw. Crème fraiche verfeinern.

    Bemerkungen:

    Traditionell wird in Ungarn mit sehr viel Fett gekocht. Das tut dem Paprika gut, da sich beim Erhitzen im Fett das Aroma entwickelt. Man kann aber auch sparsam mit Fett umgehen, zumal die Hähnchenteile ohnehin noch Fett ausschwitzen, allerdings muss man dann umso vorsichtiger sein, dass der Paprika nicht anbrennt bzw. sich zu sehr erhitzt, da er sonst schnell bitter wird. Also Topf vom Feuer und dann Paprika rein.

    Wer möchte, kann zusätzlich Stücke von grüner und/oder roter Paprika mitgaren lassen. Ist zwar nicht original, aber die Essgewohnheiten sind heute allgemein „gemüsiger“ geworden.

    Die Mengen sind Sache von Geschmack und Erfahrung. Am heikelsten ist sicher das Paprikapulver. Aber gerade da muss jeder sein Maß selbst finden. Mein Paprika ist selbst gemischt aus 2/3 süßem und 1/3 scharfem Paprikapulver, dadurch kann man recht freizügig Paprika zugeben, ohne dass am Gaumen Flächenbrände entstehen. Trotz ungarischer Vorfahren mag ich es nämlich gar nicht scharf!

    Es gibt Leute, die mit saurem Rahm in der Soße nichts anfangen können. In diesem Fall: Crème fraiche nicht einrühren, sondern saure Sahne dazu reichen.

    Eigentlich sind das Aufwändigste am Paprikahähnchen die selbstgemachten Spätzle …

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  5. Spätzle mog i schon au, aber nur, wenn selber gemacht. Aus der Tüte ist das für mich fast das gleiche wie Nudeln. Man kann in den Semmelknödel wohl auch noch etwas Butter reingeben – das werde ich beim nächsten Mal testen.

    Magst mir nicht dein Rezept für Hühnergulasch verraten?

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  6. Was man so in Lokalen – auch bayrischen – an Knödeln bekommt, ist nicht immer gourmettauglich. Und Fertigfix ist schon gar nicht mein Ding. Aber dies hier klingt, als würde es schmecken wie der „Serviettenkloß“, den ich mal bei einer Bekannten kosten durfte. Mmmhhh … lecker! Werde ich demnächst sicher ausprobieren.

    Übrigens, versuch‘ mal Gulasch mit Spätzle – kein Vergleich zu Nudeln und zudem die Originalbeilage. Das deutsche „Gulasch“ heißt in Ungarn übrigens Pörkölt und wird mit saurer Sahne verfeinert, das macht die Kombination besonders fein. Als Variante auch sehr zu empfehlen: Hühnergulasch (paprikás csirke).

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