Flatlocknaht mit Babylock Éclipse

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Meine Babylock Éclipse – DAS Urgestein der Babylock Overlockmaschinen. Vor ca. 16 Jahren gekauft, bis heute nicht bereut. Obwohl – ausgerechnet heute kamen mir dann doch erstmals Zweifel und ich war kurz davor mal durchzufragen, ob es sein kann, dass die Éclipse eine Flatlocknaht schlichtweg nicht kann. Weil : Wavenaht kann sie nämlich definitiv nicht. Erleichtert konnte ich jedoch feststellen, dass das Problem (mal wieder) nicht bei der Maschine, sondern an der, die davor sitzt bzw. saß 🙂 lag.

With a little help from Courleys und Anna von einfach nähen gelang es mir dann doch. Made my day !!

Und weil ich so viele Maschinen bediene und gerne mal was durcheinanderschmeiße, schreibe ich hier auf, wie das mit der Flatlocknaht auf der Babylock Éclipse bei mir funktioniert hat. Vielleicht hilft es auch dir.

Die Babylock Eclipse hat 4 Garnrollenhalter. Auf die erste und die zweite steckt man das Garn für die Nadelfäden, wobei der Faden der ersten Garnrolle in die linke und der der Faden der zweiten Garnrolle in die rechte Nadel eingefädelt wird. Garnrolle 3 und 4 sind für die Greiferfäden.

Eine Flatlocknaht kann man mit 3 oder 4 Fäden nähen. Ich habe mich an einer 3 fädigen Naht versucht, deshalb ist auf den Bild der Garnrollenhalter 2 leer.

Die linke Nadel ist eingesetzt, die rechte entfernt. Auf den Garnrollenhalter habe ich Bauschgarn aufgesetzt und in die linke Nadel eingefädelt.

Auf Garnrollenhalter 3 und 4 sitzen ganz normale Konen mit Overlockgarn.

Spannungen einstellen

Nichts funktioniert, wenn man die Sache mit den Spannungsreglern nicht versteht. Dabei möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass mir die Lernvideos von Courleys als auch das Video von Anna von einfach nähen wertvolle Hilfe geleistet haben.

Während ich früher an allen 4 Knöpfen nach dem Prinzip „Trial and Error“ herumgeschraubt habe bis der Arzt kommt, habe ich durch die Videos das Prinzip der Spannungsregeler verstanden. Meine ich zumindest. Nun haben sich die Einstellmöglichkeiten deutlich reduziert, was das Ganze erheblich erleichtert und die Zeit verkürzt.

Die Fadenspannung für die Nadel links muss ganz auf Null stehen. Nur so lässt sich die Naht später auseinanderziehen so dass die Leitern erscheinen.

Die Fadenspannung bei 2 spielt keine Rolle, sie ist bei der geplanten 3-Faden-Flatlock ja nicht aufgefädelt.

Nummer 4 stellt man auf 9, das ist der stärkste Zug.

Und Nummer 3 sollte, je nach Stoff zwischen 3 und 4 eingestellt sein. Ich habe den Zug hier noch etwas auf 5 erhöht, weil sich bei dem Sweatshirtstoff die Naht hinten nach meinem Geschmack nicht flach genug legte.

Stichlänge

Weil ich Bauschgarn verwendet habe, sollte die Stichlänge möglichst lang sein. Ansonsten liegen die Fäden zu dicht. Ich habe Einstellung 4 gewählt.

Stichbreite

Auch hier habe ich die größtmögliche Breite gewählt.

Das Ergebnis

Voderseite der Flatlocknaht mit den Leiterstichen des linken Nadelfadens. Es ist eine leichte Wulst erkennbar. Zum Teil liegt das am Schatten vom Foto, es sieht ein bisschen schlimmer aus als es ist. Wenn es jedoch weniger sein soll, muss der Zug an den Greiferfäden herabgesetzt werden. Allerdings liegt dann die Naht auf der Rückseite nicht mehr so ganz flach und steht ein bisschen ab.
Rückseite mit den Greiferfäden. Die Naht liegt nicht ganz flach oder zumindest nicht so flach, wie ich es mir gewünscht hätte. Eine weitere Zugerhöhung an den Greiferfäden würde jedoch die Leitern auf der Vorderseite zu stark zusammenziehen, so dass eine Wulst entsteht.
Die gleiche Naht an einem Stück Jeansstoff mit denselben Einstellungen. Hier liegt die Naht schön flach.


So, dann bin ich heute ein ganzes Stück weiter gekommen mit meiner „Ovi“. Ich freue mich immer, wenn ich etwas dazulernen kann und somit Stück für Stück freier werde in der Umsetzung von Näharbeiten nach meinen eigenen Vorstellungen.

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