Chia-Samen: Gesund und schmeckt – sieht nur nicht so aus

Meine Kollegin Inga Palme hat ein neues Blog gestartet. Verwöhnt wird man dort nicht nur mit schönen Bildern, sondern auch mit allerlei Gutem aus dem Bereich „gesundes Superfood“. Unter anderem stellte sie neulich „Iskiate“ vor, einem Getränk, dessen Hauptbestandteil Chia-Samen ist. Vielen Menschen, vor allem diejenigen, die  sich ohnehin viel mit gesunder Ernährung beschäftigen, dürfte Chia-Samen schon bekannt sein – ich gebe gerne zu, dass mir, obwohl in dieser Richtung auch nicht unbeleckt, Iskiate und Chia unbekannt waren.

Also habe ich mich erstmal informiert.
Hier: kochundkueche.de/chia-samen/ und hier.

Chia-Samen stammt ursprünglich aus Mexiko und Lateinamerika. Inzwischen wird aber der Anbau auch in Ländern wie Australien, China oder Indien betrieben. Die Chiapflanze, die übrigens eine Verwandte des Salbeis ist und zu den Lippenblütern zählt, gedeiht am besten in subtropischem Klima. Allerdings soll der Anbau auch in unseren Breiten möglich sein, wenn ein sonniger Standort gefunden werden kann und es eine lange, frostfreie Periode gibt.
mehr über die Chiapflanze kannst du hier lesen.

Nun kann man es mit dem Superfood ja manchmal auch übertreiben und nicht alles, was als solches angeboten wird, hat nicht irgendwo auch einen Ersatz, der uns schon länger bekannt war. Und Chia hat sehr viel Ähnlichkeit mit Leinsamen, der ja auch vorgequollen wird und dann diese gelartige Glibbermasse ergibt. Muss man denn da Importware verwenden, wenn es Leinsamen auch tun würde? Muss man ganz sicher nicht, aber scheinbar ist es tatsächlich so, dass Chiasamen vergelichsweise eine höhere Nährstoffdichte hat als Leinsamen hat.
Wer sich diesbezüglich mehr informieren möchte, hier geht es lang.

Iskiate

Eine der vielfältigen Anwendungen ist Iskiate, ein Powerdrink, bei dem der Samen mit Wasser aufgegossen und zum Quellen über Nacht in den Kühlschrank gestellt wird. Am anderen Morgen kann man daraus dann „Iskiate“ machen – das Rezept ist einfach:

  • 1,5 Esslöffel Samen mit 350 ml Wasser über Nacht im Kühli quellen lassen
  • herausnehmen und eine halbe Zitrone oder Limette auspressen, den Saft dazu geben
  • Mit Honig süßen
  • Ingwer dazu geben. Man kann frischen Ingwer verwenden, ich mache es anders und habe mir aus einem Teeladen Ingwer getrocknet und geschnitten besorgt. Davon gebe ich einen halen Teelöffel in ein Glas und gieße es mit heißem Wasser auf. Nach kurzem Abkühlen zu den Samen geben – dann ist der Drink auch nicht so kalt.

Ergebnis meines Selbstversuchs

Ok, das Getränk sieht nicht soooo lecker aus, aber es schmeckt wirklich erfrischend. Besonders bei den warmen Temperaturen der letzten Wochen ist so ein kühler Schluck am Morgen eine feine Sache. Außerdem können Trinkmuffel wie ich, dann schonmal etwas zur Verbesserung des Wasserhaushalts tun. Mir hat das Getränk aber nicht nur geschmeckt, es hat auch merklich den Hunger reduziert. Ich war einfach eine längere Zeit satt.

Seit 3 Tagen habe ich vergessen mir am Abend ein Glas in den Kühlschrank zu stellen und siehe da: es grummelt wieder im Bauch. Also ich habe mir dann mal einen Zettel an den Kühli gemacht.

 

 

 

 

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Der erste Trackback zu meinem neuen Blog – danke Dir, liebe Jutta 🙂 Ich bin wirklich erstaunt, was die Ernährungsumstellung bei uns alles bewirkt hat. Chia gehört mittlerweile fest in unseren Speisenplan – und ich muss gestehen, dass ich vor ein paar Monaten noch nicht einmal von der Existenz dieser kleinen Wunderknübbelchen wusste. Meine Tochter schwärmte mir von Chia vor und so kam eins ums andere und es tun sich gefühlt völlig neue Welten auf. Bin sehr gespannt, wie sich alles entwickelt und wohin die Reise geht.

    LG 🙂

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