Desiderata – Erwünschtes

Die Desiderata, auch als Lebensregel von Baltimore bezeichnet, ist ein berühmter Text zum Thema „So führst du ein glückliches Leben“. Es wurde 1927 von Max Ehrmann (1872–1945), einem deutschstämmigen Rechtsanwalt aus Terre Haute, USA, verfasst. Eine verbreitete Moderne Sage behauptet, es stamme aus der Old St. Paul’s-Kirche, Baltimore 1692. Wörtlich bedeutet der Titel (von lat. desiderare, „ersehnen“, „wünschen“) etwa (Segens)wünsche.

Max Ehrmann beantragte bereits am 3. Januar 1927 das Urheberrecht für dieses Gedicht,[1] das seine Nachkommen allerdings in einem Prozess 1976 verloren, weil es in den 1940ern ohne Copyrightvermerk publiziert worden war.Das Gedicht ist seither in der Public Domain. Chronologisch ist dies die erste verbürgte Quelle zur Herkunft des Gedichtes. 1933 verwendete er die Desiderata als Teil der Weihnachtsgrüße an seine Freunde. Die Witwe Ehrmanns veröffentlichte 1948, drei Jahre nach dem Tod ihres Mannes, einen Gedichtband mit dem Titel „The poems of Max Ehrmann“, erschienen bei Bruce Humphries Publishing Company, Boston. [Quelle: Wikopedia]

D e s i d e r a t a

Geh ruhig und gelassen durch Lärm und Hast
und sei des Friedens eingedenk,
den die Stille bergen kann.

Stehe – soweit ohne Selbstaufgabe möglich – in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.
Äußere deine Wahrheit ruhig und klug und höre anderen zu,
auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.
Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden und dir nichtig vorkommen,
denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als du.

Freu dich deiner Leistungen wie auch deiner Pläne.
Bleibe weiter an deiner eigenen Laufbahn interessiert – wie bescheiden auch immer.
Sie ist ein echter Besitz im steten Wandel der Zeiten.

In deinen geschäftlichen Angelegenheiten lass Vorsicht walten, denn die Welt ist voller Betrug.
Aber dies soll dich nicht blind machen gegenüber gleichermaßen vorhandener Rechtschaffenheit.

Viele Menschen ringen um hohe Ideale und überall ist das Leben voller Heldentum.
Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung noch sei zynisch, was die Liebe betrifft,
denn trotz aller Enttäuschungen ist doch nur sie ewiger Quell des Glücks.

Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf.
Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze.
Aber beunruhige dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit.

Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums – nicht weniger als die Bäume und die Sterne,
du hast ein Recht, hier zu sein. Und ob es dir nun bewusst ist oder nicht,
zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.

Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung du auch von ihm hast und was immer dein Mühen und Sehnen ist.
In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte dir den Frieden deiner Seele.
Trotz all ihres Scheins, der Mühsal und der zerbrochenen Träume ist die Welt doch wunderschön.

Sei vorsichtig!
Strebe danach, glücklich zu sein !!!

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