Schupfnudeln mit Kraut

  • 1 Dose Sauerkraut
  • 1-2 Zwiebeln
  • 1 Packung geräucherter (gewürfelter) Speck
  • 2 Packungen Schupfnudeln

Schupfnudeln mit Kraut sind auch so ein regionales Gericht, welches ich erst hier in Baden-Württemberg kennenglernt habe. Auf den herbstlichen Weindörfern hier in der Gegend und auch auf anderen Festivitäten wird es an den Schlemmerständen aus großen Pfannen heraus angeboten und schmeckt ziemlich gut.

Für Nicht-Schwaben sei erklärt, dass es hier zwar keine Schützenfeste gibt, aber dafür gen „Herbscht“ zahlreiche so genannte Weindörfer. Viele Baden-Württemberger betreiben einen eigenen Weinberg, kleine und große. Die Weinbauern bezichnet man als „Wengerter“, was so viel heißt wie „Weingärtner“. In den meisten Ortschaften findet man auch heute noch eine Kelter und je nachdem wie aktiv die Wengerter des Ortes sind, ist diese Kelter oft noch in Betrieb. Ich bin kein großer Weinkenner, das muss ich zugeben – aber die Weine hier in Baden-Württemberg gefallen mit sehr gut. Sie sind nicht so süß und machen auch nicht so schweren Kopf am day after ;-).

Nun aber zu den Schupfnudeln. Ich glaube kaum, dass jemand nördlich der Weißwurst-Grenze auf die Idee käme Nudeln mit Sauerkraut zu essen. Aber Schupfnudeln sind auch keine richtigen Nudeln, es sind eine Art schwäbische Gnocchi – aus Kartoffelpüree, Eiern und Mehl hergestellte kleine Rollen, die an den Enden spitz zulaufen. Manchmal werden sie auch „Bubaspitzle“ genannt. Wer mag, darf jetzt selber übersetzen, es sollte nicht so schwer sein.

Hierzulande bekommt die eilige Hausfrau die Schupfnudeln schon fertig aus dem Kühlregal und ehrlich heute habe ich es eilig, da es schon kurz vor 12 ist und damit Fütterungszeit. Leider gibt es, meines Wissens diese fertigen Packungen nicht in nördlicheren Gefilden zu kaufen – da heißt es selber machen. Ich habe es auch schon getan, wer sich bei der Herstellungsweise unsicher ist, dem empfehle ich an dieser Stelle folgenden [Link] — Alle anderen können es sich etwas leichter machen und getrost auf Fertigware aus dem Kühlregal zurückgreifen.

Man nehme also den gewürfelten Speck und brate ihn zusammen mit den gewürfelten Zwiebeln in der Pfanne an. Dann die Schupfnudeln dazu geben und so lange bruzeln bis die Nudeln etwas gebräunt sind. Sauerkraut zerpflücken und darüber geben. Ich persönlich gebe noch immer etwas Apfelstückchen hinzu, manche nehmen auch Honig. Etwas Süßes auf jeden Fall zum Salzigen – das kommt immer gut. Dann das Ganze mit reichlich Wasser ablöschen (die Nudelen saugen extrem viel Flüssigkeit auf und es brennt schnell alles an) und in der Pfanne schmurgeln lassen. Wer will kann statt Wasser auch einen zwei bis drei Schluck Weißwein nehmen oder beides.

So, und nun aber ab in die Küche …

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